Die Vorteile der ePA und die damit verbundenen datenschutzrechtlichen Aspekte standen im Mittelpunkt der Verwaltungsratssitzung des BKK Landesverbandes Süd am 01./02.04.2025 in Ulm.
Die elektronische Patientenakte (ePA), die sogenannte „ePA für alle“, hat das Potenzial, die Prozesse in der Gesundheitsversorgung zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. In der ePA können Gesundheitsdaten wie Arztbriefe, Befunde und Medikationslisten gespeichert werden. Die Versicherten können dort aber auch selbst Dokumente ablegen.
Seit dem 15.01.2025 wird die ePA in drei Pilotregionen getestet. Mittlerweile befindet man sich aber auf der Zielgeraden, die letzten Kinderkrankheiten sind weitestgehend beseitigt. Das Bundesgesundheitsministerium hat bereits klargestellt, dass die ePA erst dann bundesweit ausgerollt wird, wenn die Sicherheitsupdates installiert sind und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik grünes Licht gegeben hat.
„Wichtig ist, dass die Vorteile der ePA nach dem Start schnell in der Versorgungsrealität der Versicherten ankommen. Bei der Einführung der ePA muss aber Sorgfalt vor Schnelligkeit gehen, schließlich enthält die ePA die sensibelsten Daten eines Menschen“, so Andreas Strobel, Verwaltungsratsvorsitzender des BKK Landesverbandes Süd. Dr. Florian Fuhrmann, Vorsitzender der gematik, der gestern in Ulm den Verwaltungsrat des BKK Landesverbandes Süd über den aktuellen Stand informierte: „Für die Zukunft der Versorgung brauchen wir digitale Prozesse und gemeinsame Daten. Wir brauchen die ePA! Die Medikationsliste als erster digitaler Prozess wird von vielen Praxen in den Modellregionen bereits als Vorteil gesehen, um Wechselwirkungen frühzeitiger zu erkennen.“
Der BKK Landesverband Süd sieht in der ePA ein großes Potenzial für das deutsche Gesundheitswesen insgesamt und viele Vorteile für jede und jeden Einzelnen. Dazu gehören:
• Schneller Zugriff auf medizinische Daten
• Vermeidung von Doppeluntersuchungen
• Einfachere Koordination zwischen mehreren Behandelnden wie Ärztinnen und Ärzten, medizinischem Personal und verschiedenen Gesundheitsberufen und damit verbunden eine große Zeitersparnis
• Frühe Erkennung von Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneimitteln durch die Medikationsliste und den Medikationsplan
• Bessere Versorgung durch gezielte Forschung, da künftig auch die wissenschaftliche Nutzung von Daten aus der ePA möglich sein wird
Die Nutzung der ePA ist freiwillig. Mit der ePA-App ihrer Krankenkasse können Versicherte ihre ePA selbst verwalten und jedes Mal neu entscheiden, welche behandelnde Ärztin oder welcher behandelnde Arzt welche Informationen sehen darf. Versicherte, die keine ePA führen möchten, können dies ihrer Krankenkasse mitteilen. Ein Widerspruch ist jederzeit möglich, auch nach Bereitstellung der ePA. Die Akte wird dann gelöscht.
Information:
Der BKK Landesverband Süd nimmt die Interessen von 25 Betriebskrankenkassen und deren Pflegekassen mit Sitz in Baden-Württemberg und Hessen wahr. Hinter den Betriebskrankenkassen stehen namhafte und traditionsreiche Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. In Baden-Württemberg und Hessen leben circa 2,4 Mio. Menschen, die bei einer Betriebskrankenkasse versichert sind.
Die gematik trägt die Gesamtverantwortung für die Telematikinfrastruktur (TI), die zentrale Plattform für digitale Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen (vgl. § 306 SGB V). Mit der Definition und Durchsetzung verbindlicher Standards für Dienste, Komponenten und Anwendungen in der TI gewährleistet die gematik GmbH, dass diese zentrale Infrastruktur sicher, leistungsfähig und nutzerfreundlich ist und bleibt.
Die elektronische Patientenakte (ePA) bringt Vorteile für die Gesundheitsversorgung
· Kornwestheim/Ulm
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Heitz
Heitz
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